Psychologie leicht gemacht
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Multitasking - wirklich erfolgreich?

  


Wir mögen vielleicht denken, dass wir effizienter sind, wenn wir ein paar Dinge gleichzeitig erledigen. Die Forschung zeigt wiederholt, dass dies nicht unbedingt stimmt.
„Multitasking funktioniert nicht. Das Gehirn kann sich nicht auf mehrere Aufgaben gleichzeitig konzentrieren“, so die Informatikprofessorin Noreen Herzfeld. „Je öfter wir Multitasking betreiben, desto stärker leidet unsere Fähigkeit, uns wirklich auf etwas zu konzentrieren. Auf der Strecke bleiben Geduld, Ausdauer, Urteilsfähigkeit und Problemlösungskompetenz.“
Unser menschliches Gehirn ist darauf ausgelegt, eine komplexe Sache nach der anderen zu erledigen. Je mehr wir gleichzeitig bearbeiten, umso weniger „Gehirn“ steht uns also für die einzelnen Handlungen zur Verfügung.
Daher geschehen oft Fehler und einiges bleibt unvollständig. Auch entsteht mehr Stress, was anschließend wieder zu längeren Erholungszeiten führt. Dr. Hartstein bringt es auf den Punkt: „Wir reagieren vor allem deshalb oft so ungeduldig, weil wir unter Stress stehen.“
Multitasking ist daher für uns nicht optimal. Es ist meist effektiver, gut organisiert und mit voller Aufmerksamkeit eine Sache nach der anderen zu erledigen, als mehrere Dinge gleichzeitig zu tun.
Hier meine Tipps an dich:
Entschleunige dein Leben
„Mach langsam und genieße den Augenblick!“ Was will der Volksmund damit sagen? „Nimm dir Zeit für die schönen Dinge des Lebens“ — Zeit für echte Freundschaften mit einigen wenigen statt für oberflächliche Kontakte mit vielen. Dazu gehört auch, dir deine Zeit gut einzuteilen, bewusst Prioritäten zu setzen und dich von Hobbys und Technik nicht zu viel Zeit rauben zu lassen.
Wer sein Leben wirklich entschleunigen will, sollte einmal seinen Alltag unter die Lupe nehmen. Wo kann man etwas verlangsamen oder vereinfachen? Vergiss nicht: Alles hat seine Zeit. 

Warum bis morgen warten? Vielleicht ist jetzt die Zeit reif, sich von einigen Zeiträubern zu trennen. Geduld lernt sich leichter, wenn man nicht so eingespannt ist.

Sei realistisch
Nimm das Leben so, wie es ist. . Vieles geht nun einmal nicht so schnell, wie man es gerne hätte. Wer akzeptiert, dass die Zeit nicht seinen Erwartungen gehorcht, sondern ihren eigenen Regeln, hat die erste Lektion schon gelernt.
Außerdem hat niemand alles unter Kontrolle.

Statt sich also von Umständen strapazieren zu lassen, auf die man keinen Einfluss hat, wäre es besser, an anderer Stelle anzusetzen. 

Nimm einmal folgendes Beispiel, das ich vor Kurzem in einer Zeitschrift gelesen habe: 

Stell dir vor, du wartest auf den Zug oder auch den Bus. Wieder einmal lässt er auf sich warten. - Nicht unrealistisch! - Natürlich kannst du dich jetzt aufregen, weil du wieder einmal warten musst, aber du könntest dir auch eine Alternative überlegen. Ein Stück zu Fuß zu gehen ist wahrscheinlich besser, als zu warten, bis Ungeduld oder Ärger in dir hochkochen. Bleibt dir jedoch keine andere Wahl, als zu warten, könntest du die Zeit achtsam und produktiv nutzen, etwa für deinen Terminkalender oder um etwas Interessantes zu lesen. Vielleicht jedoch auch nur den Moment wahrnehmen, den Augenblick, der gerade ist. Bewusst wahrnehmen, was um dich herum vor sich geht, ohne zu bewerten. Der Trick in solchen Geduldsproben? Sich überlegen, was man beeinflussen kann, und sich darauf konzentrieren. Gib deinem Leben Tiefe!
Die Erfahrung zeigt: Trifft Unvorhergesehenes ein, nützt Ungeduld wenig. - Probiere es doch einfach einmal aus! Viel Erfolg!





Zuversicht
– Carpe diem oder Nutze den Tag

Viele träumen davon, ihr Leben so zu gestalten, dass sie soviel wie möglich mitnehmen. – Nur: Was passiert, wenn ich mir Dinge in meinem Leben nur vornehme – sie aber nicht durchführe? „Wenn ich groß bin, werde ich … “ – „Wenn ich erst einmal in Rente bin, habe ich dafür genug Zeit“ – Kennst Du das? Wenn … dann


Nimm Dir Zeit – für Dich, für Deine Ziele, Deine Träume. Denn wenn Du Dein Leben aufschiebst, dann hast Du es schon verloren. Treffend wurde einmal gesagt: „Dabei wisst ihr gar nicht, wie euer Leben morgen aussieht.“ – Das Leben ist unvorhersehbar. Es kann von heute auf morgen anders sein: ein unerwartetes Morgen.

Vor etwa 400 Jahren schrieb William Shakespeare: „Aus! Kleines Licht! — Leben ist nur ein wandelnd Schattenbild“. Und ein Indianerhäuptling, der im letzten Jahrhundert lebte, fragte: „Was ist Leben?“ Er gab zur Antwort: „Das Aufleuchten eines Leuchtkäfers bei Nacht.“


Der Mensch kann aus Erfahrung lernen und entsprechend für die Zukunft planen – allerdings bleibt uns meist keine andere Wahl, als sich bei unseren Planungen auf Vermutungen zu stützen. Deshalb ist jeder, ob reich oder arm — oder keines von beidem —, gut beraten, seine Pläne für die nähere Zukunft von Zeit zu Zeit zu überdenken und jeden Tag sein Leben so zu gestalten, dass er das Beste daraus macht: auch Du!

10.12.2023


 








 

Buchstraße – Bleib neugierig

Sei bereit, deinen Horizont zu erweitern

HAST du dir je gewünscht, an weit entfernte Orte zu reisen, Menschen verschiedener Kulturen zu treffen, Naturschönheiten wie eindrucksvolle Wasserfälle, majestätische Gebirge und geheimnisvolle Dschungel zu sehen und zu erforschen und etwas über fremde Tiere und Pflanzen zu erfahren?


Würdest du gern bis auf den Meeresgrund tauchen, in den Weltraum fliegen, in den Mikrokosmos spähen, die Wunder menschlichen Seins studieren oder Zeuge des Wunders der Geburt sein? Oder möchtest du vielleicht die Zeit zurückdrehen, um mit Hilfe der Geschichtsschreibung und der Archäologie die Vergangenheit zu ergründen?


Alle diese aufregenden Abenteuer stehen dir offen durch das geschriebene Wort. Ohne den bequemen Sessel zu verlassen, kannst du all das erleben, indem du Bücher oder andere Publikationen liest. Auf jedem Gebiet verfügt die Literatur über einen riesigen Vorrat an Wissen. Kannst du gut lesen, bist du in der Lage, dich auf Wunsch aus diesem Vorrat zu bedienen. Du kannst dir dann tatsächlich einen „Gedächtnistempel“ schaffen, der dich ein Leben lang begleitet.
Manchen fällt das Lesen sehr schwer, vielleicht auch dir, und sie lesen sozusagen in Schleifen, das heißt, sie hören mitten in der Zeile oder im Satz auf und fangen wieder von vorne an. Einige sprechen verschiedene Wörter falsch aus oder haben Schwierigkeiten, sie zu verstehen, dadurch können sie auch keine Gefühle wahrnehmen. Schon gar nicht sich vorstellen. Können diese Probleme überwunden werden?



Gute Leser lesen nicht ein Wort nach dem anderen, sondern sehen einen ganzen Satz oder Satzteil. Dann erfassen sie die Wörter in gedanklichen Gruppen oder vollständigen Gedankengängen. Halte bitte dann nicht bei jedem Wort inne, um es für sich zu lesen, sondern versuche, jedes Mal beim Verweilen der Augen eine Reihe von Wörtern zu erfassen. Jedes Verweilen sollte nur eine nicht bemerkbare Pause der Augen sein, ein kurzer Blick. Mit etwas Übung wird dir das gelingen. Doch bekämpfe die Neigung, innezuhalten und zurückzugehen, weil du dann den Fluss unterbrichst und das Verständnis behinderst. Übe dich darin, einen Satz in einem Zug durchzulesen.


Aber neben dem flüssigen Lesen gibt es noch weitere Faktoren, die einen guten Leser ausmachen. Welche?


Du gewinnst ein besseres Verständnis, die Fähigkeit, dich zu erinnern, und einen reichen Wortschatz — das alles sind doch erstrebenswerte Ziele.


Schau dir die folgende Liste an, wie das geschehen kann:

Das Verständnis verbessern

  • Denke beim Lesen nach, stelle dir Fragen, und ziehe daraus Schlussfolgerungen.
  • Behalte das Thema des Artikels und die Hauptgedanken der Untertitel im Sinn.
  • Versuche, jeweils den Zusammenhang zwischen den einzelnen Absätzen und dem Hauptthema zu sehen.
  • Verbinde dann das Gelesene mit dem, was du bereits weißt.
  • Bemühe dich, das Gelesene in deinem Leben anzuwenden, und vergleiche es mit deinen Erfahrungen.

Sich einen größeren Wortschatz zulegen

  • Sind dir Wörter nicht bekannt, dann streiche sie an und mache dich damit vertraut.
  • Beachte den Zusammenhang, in denen die Wörter stehen.
  • Die Bedeutung findest du in einem Wörterbuch.
  • Achte darauf, die Wörter richtig aussprechen zu lernen.
  • Gebrauche die neuen Wörter in deinen Unterhaltungen.

Lange Rede, kurzer Sinn: Erweitere deinen Horizont durch das Lesen! Du wirst sehen: Es lohnt sich!

9.12.2023

 



Traumreise

Lass Deiner Fantasie den Raum, den sie braucht

Jonathan Swift formulierte einst den Satz: „Fantasie ist die Gabe, unsichtbare Dinge zu sehen.“ Und tatsächlich: Fantasie ist die Triebfeder hinter neuen Ideen und ein Motor der Kreativität. 


Mittels Vorstellungskraft können wir unsere Motivation ebenso steigern wie unsere Möglichkeiten. Dabei konzentrieren wir uns darauf, was es für Möglichkeiten gibt und das Problem wird dabei beiseite geschoben. Was passiert, wenn wir in unseren Gedanken etwas ausmalen und der Fantasie Raum geben? Kannst du das? Lässt du Bilder im Kopf entstehen? Nur wenige können das, denn die Vorstellungskraft ist unterschiedlich ausgeprägt.


Kinder machen es uns vor, wie das geht. Hier werden Dinge lebendig. Autos können fliegen (wer hat noch die Erinnerung an das fliegende Auto Tschitti, Tschitti, Bäng, Bäng?) Als Erwachsener verlernt man das leider allzu oft. Wir sind gerne Realisten und Realität ist das Gift der Fantasie. Ideen werden dadurch weggesperrt. Dennoch gab es genügend Wissenschaftler, die als Fantasten bezeichnet wurden. Ihre Träume, die in Geschichten ihren Einzug hielten, wurden dennoch Realität. – Was für eine Behauptung! Nehmen wir zum Beispiel: Leonardo da Vinci oder Jules Verne. Da Vinci ersann schon Fluggeräte, wie Hubschrauber, lange bevor diese überhaupt gebaut wurden. Gleiches gilt für Jules Verne: Während andere bei Kerzenlicht von dampfgetriebenen Maschinen träumten, beschrieb Verne seine Visionen präzise über Elektrizität und entwarf Bilder von Flugzeugen, Raumschiffen und U-Booten. Wozu brauchen wir also Fantasie? In erster Linie dient sie dazu, die Wirklichkeit zu verarbeiten. Durch Fantasie können wir unschöne Erfahrungen oder Tiefschläge bewältigen oder das angeschlagene Selbstwertgefühl aufrichten. Sie steigert die Kreativität. Macht uns emphatisch, senkt Stress, steigert die Leistung und erhöht den Spiegel an Glücksgefühlen. Daher: Lass deine Fantasie doch einmal die Möglichkeit zu fliegen.

11.11.2023


 








 

Ich bin unter die Autoren gegangen

Ich habe mir einen Traum erfüllt. – Dank der Unterstützung einer lieben Freundin konnte ich tatsächlich ein Buch veröffentlichen-
Es kommt ab März 2024 in die Geschäfte und wurde vom NOVUM Verlag (hier erhältlich https://www.novumverlag.com/home.html) gedruckt und veröffentlicht.
Ich freue mich, wenn Du es Dir zu Eigen machst. (Du kannst es natürlich auch von amazon.de oder einem anderen Händler beziehen)

Klar hat es auch einen Titel: „Alle Gefühle sind erlaubt – lebe, was du fühlst.“


Um was geht’s?

Hier die Zusammenfassung:
Jede Form von Gefühl ist für unseren Körper, aber auch für unsere Seele gesund. Daher sind alle Gefühle erlaubt! Schweigen ist wie Gift, das sich langsam ausbreitet und ein Leben in Unbeschwertheit unmöglich macht. Reden über das, was uns bewegt, bewirkt dagegen Freiheit. Wer es lernt, die Hauptrolle in seinem Leben zu spielen, der hat begriffen, was es heißt: Fühle, was du lebst. Geschichten, die das Leben schreibt, können jedem selbst und anderen dabei helfen, eine Balance der eigenen Gefühlswelt zu finden. Nicht immer sind sich Verstand und Gefühle einig und ergeben eine klare, ausgewogene Stimmung: Die Angst sagt etwas anderes als die Vernunft, Zorn und Freude sind anderer Meinung als Geduld und Gerechtigkeit. Liebe und Demut lehren: Es ist, wie es ist. In ihren Kurzgeschichten be- und verarbeitet die Autorin Kirsten Anderstein Erlebnisse und Traumata ihrer eigenen Kindheit, Jugend- und Erwachsenenzeit. Darüber hinaus sollen und können die Geschichten auch anderen Menschen helfen in der Auseinandersetzung mit ihren Gedanken und Gefühlen. Psychologie sowie Angst- und Stressmanagement vermitteln, wie wichtig es ist, über Erlebtes und Gefühle zu sprechen und sich mit anderen auszutauschen. Sich dieser Herausforderung zu stellen und die Angst zu überwinden, kann zu einer neuen Freiheit und Lebensqualität führen. In fremde Lebenswelten einzutauchen, kann dabei der erste Schritt sein auf der Reise ins eigene Ich.

26.10.2023




Was wäre das Leben ohne Liebe?

„Wie zufrieden man mit seinem Leben ist, hat wesentlich mehr damit zu tun, wie geborgen man sich in Beziehungen zu anderen fühlt, als

mit dem Job, dem Einkommen, dem Umfeld oder auch der Gesundheit“, so das Buch Social Psychology.


Einfach ausgedrückt: Menschen müssen lieben und geliebt werden, um wirklich glücklich sein zu können – ja, um wachsen und gedeihen zu können.


Wer keine Liebe bekommt, verkümmert.
Die Liebe macht glücklich, denn sie …

  • hilft einem, sich aufrichtig für andere zu interessieren
  • kann mit der Zeit stärker werden
  • stabilisiert Freundschaften und andere Beziehungen – auch die Ehe
  • hilft Kindern, sich geborgen zu fühlen und sich gut zu entwickeln
  • hilft, Gott ähnlicher zu werden

26.10.2023


 








 

Wachstum

Persönlichkeitsentwicklung – das Schlagwort, das uns hier ein wenig beschäftigt. Diese ist notwendig, wenn es um das Thema Wachstum geht – also auch um das Erreichen von Zielen. Wachstum bedeutet auch Fortschritt. Wer sich also nicht weiterentwickelt und wächst, bleibt in seiner aktuellen Situation und nimmt sich damit viele Optionen. Stillstand bedeutet daher Rückschritt. Wachstum bedeutet Veränderung.


Veränderungen können etwa ganz akute Maßnahmen sein, die Sie in kurzer Zeit vornehmen können. Wachstum auf der anderen Seite ist ein langfristiger Prozess, der nicht nur ein paar Tage benötigt, sondern sich über Monate oder in manchen Fällen auch Jahre hinziehen kann. Dabei kann es verschiedene Auslöser geben, um persönlich zu wachsen. Stillstand kann dazu anreizen. Wachstum bedeutet in der Regel, die Veränderung über ein Hindernis hinweg, ein durchsetzen und auch kämpfen, um sich persönlich weiterzuentwickeln und Hürden zu überwinden, die sich aktuell noch in den Weg stellen. Veränderungen selbst auf der anderen Seite können auch ausweichend sein, um gar nicht erst in Konflikt mit den Schwierigkeiten zu kommen.

25.05.2023